



In den Wirren des 30jährigen Krieges gründet die Fürstin Hedwig, Witwe des pommerschen


Greifen-Herzogs Ulrich an ihrem Witwensitz unser Gymnasium (zunächst als evangelische


Lateinschule) in Neustettin / Pommern.

Nach dem Tode der Fürstin Hedwig (1652) sichern ihr Testament und ein Hofreskript des Kurfürsten


Friedrich von Brandenburg den Fortbestand der Schule und verhindern deren Verlegung nach Köslin;


ein Schulneubau folgt.

Die Schule blüht nach wechselvollen Zeiten (7-jähriger Krieg) wieder auf. Sie erhält den Namen:


&dbquo;Fürstlich Hedwigsches Gymnasium”.

Kabinettsminister Graf Ewald von Hertzberg unterstützt die Schule persönlich und finanziell;


er veranlaßt Friedrich den Großen zu erheblichen Geldzuwendungen für einen Schulneubau


und für den Lehrkörper.

Gewährung des Rechts auf Zulassung zur Hochschule; Schülerzahl steigt erstmalig auf 123.

Erstes Abitur an der Schule

Verleihung des Namens &dbquo;Königliches Fürstin-Hedwig-Gymnasium” durch ein Hofreskript.

Sekunda und Prima lösen sich auf, weil alle Schüler in die Befreiungskriege ziehen.

König Friedrich Wilhelm III. von Preußen erläßt eine Kabinettsorder, mit der endgültig eine Verlegung


der Schule abgelehnt und ihre finanzielle Sicherung bestätigt wird.

Schülerzahl steigt auf 205 an.
Gründung von drei Schülervereinen


&dbquo;Gedankenspäne" (Literatur und Theater), 


&dbquo;Hedwigia” (Gesang und Instrumentalmusik),


&dbquo;Concordia” (Turnen und Rudern).

Einweihung des neuen Schulgebäudes am Streitzigsee (das noch heute steht);


Inschrift &dbquo;Juventuti sacrum” über dem Eingang.
Im 1.Weltkrieg verlieren viele Lehrer und Schüler als Soldaten ihr Leben.

Einrichtung eines Realschulzweiges.

Erstes Abitur auch für Realgymnasiasten und für Mädchen. Die Schule heißt jetzt: 


&dbquo;Staatliches Fürstin-Hedwig-Gymnasium und Realgymnasium zu Neustettin”

Der Nationalsozialismus bewirkt starke Veränderungen und Umwälzungen für Schüler und Lehrer an


der Schule;


Einführung des &dbquo;Führerprinzips” für den Direktor; die Schülervereine werden zwangsweise aufgelöst.

Der letzte Oberstudiendirektor wird in sein Amt eingeführt; es gibt 20 Lehrkräfte; die Schülerzahl liegt


in jenen Jahren zwischen 230 und 275; davon sind fast ein Drittel Mädchen.

Umwandlung des Gymnasiums in eine &dbquo;Staatliche Oberschule für Jungen”.
Der zweite Weltkrieg bricht aus; fünf Lehrer und viele Schüler (auch als Marinehelfer eingezogen)


werden Opfer des Krieges; der Schulbetrieb leidet stark und wird gegen Ende des Jahres 1944


weitestgehend (faktisch) eingestellt.

Im Februar besetzt die Rote Armee die Stadt Neustettin;


das mehr als 300 Jahre alte Fürstin-Hedwig-Gymnasium hört auf zu existieren.

Gründung der &dbquo;Vereinigung Ehemaliger Neustettiner Fürstin-Hedwig-Schüler e.V.” in Eutin.

Das Johann-Heinrich-Voß-Gymnasium übernimmt die Patenschaft für unsere 1959 gegründete


Schülervereinigung.

Umbenennung der Vereinigung in &dbquo;Fürstin-Hedwig-Schüler e.V.”


– Vereinigung ehemaliger Schüler und Schülerinnen des Fürstin-Hedwig-Gymnasiums,


der Höheren Töchterschule und der Mittelschule zu Neustettin –.

Feier der 50-jährigen Patenschaft in Eutin.