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6. September 2010
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700 Jahrfeier
Heimatmuseum
Heimatmuseum
des Kreises Neustettin
in Pommern
 
Schlossplatz 1
23701 Eutin
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Eingang zum Heimatmuseum (im ehemaligen Marstall des Eutiner Schlosses)
Die Kirchenecke im Heimatmuseum
So steht es auf dem Schild neben dem Eingang zu unserem Museum in 23701 Eutin, Schlossplatz 1. Dieses Museum wurde am 21. Februar 1992 festlich eröffnet vom Bürgermeister unserer Patenstadt, Herrn Grimm, und vom Kreispräsidenten unseres Patenkreises Ostholstein, Herrn Dr. Berg. Gäste von der schleswig-holsteinischen Landesregierung waren der Sozialminister, Herr Jansen, und sein Stellvertreter, Herr Dr. Zillmann. Aus der alten Heimat Neustettin, dem heute polnischen Szczecinek, waren der Bürgermeister, Herr Golinski, und der Leiter des Regionalmuseums, Herr Dudż, der Einladung gefolgt.

 
Eingeladen hatten der Heimatkreisausschuss Neustettin  und der Neustettiner Kreisverband e.V., beide geleitet von dem Vorsitzenden, Herrn Ulrich Schreiber aus Rendsburg. Seine Vaterstadt ist Neustettin.
 
Nachdem mit öffentlichen Mitteln dieser Teil des ehemaligen Marstalls renoviert worden war, hatte Ulrich Schreiber in mühevoller und akribischer Arbeit von ihm und anderen ehemaligen Neustettinern aus Stadt und Kreis Gesammeltes aufgearbeitet und geordnet, hatte es auf Schautafeln festgemacht, in Vitrinen (z.T. selbst gezimmert) eingestellt und an den Wänden angebracht. Dies alles präsentierte sich am Eröffnungstag im hellen Lichte gut platzierter Lampen, strahlte selbst und ließ die Mienen der Festgesellschaft aufleuchten.
Für uns als Betreiber des Museums ist es immer wieder ein beglückendes Erlebnis, wenn ehemalige Bewohner oder Nachfahren aus der Stadt und dem Kreis Neustettin bei einem Besuch in Eutin das Museum entdecken und besuchen.
 
Jahrelang haben Otto Below aus Thurow – Ehrenmitglied des Heimatkreisaus-schusses Neustettin – und insbesondere Margot und Herbert Nöske aus Ratzebuhr ehrenamtlich Museumsdienst geleistet.
 
Sie stellten sich freundlicherweise zur Verfügung, damit das Museum der Öffentlichkeit zugänglich war und gaben den Besuchern manch wertvolle Erläuterung zu den Exponaten.
 
Zur Zeit haben wir weitere
ehrenamtliche Betreuer, die das Museum in den Monaten April bis Oktober jeden Mittwochnachmittag von 15 bis 17 Uhr öffnen. Gelegentlich öffnen wir es auch an Wochenenden, an Feiertagen und natürlich während der Zeit des Neustettiner Treffens und der Pommerntage.
 
Ist das Museum geschlossen, kann man einem angebrachten Plakat Ansprechpartner entnehmen, die auch außerhalb der regulären Öffnungszeiten das Museum öffnen. Sonderregelungen sind selbstverständlich auch für größere Besuchergruppen möglich.
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Das Heimatmuseum zeigt in zwei Räumen, im Vorraum und im Aufgang alte Landkarten, Postkarten, aktuelle Fotos fast aller Kirchen aus dem Kreis, einige Holzmodelle dieser Kirchen, stimmungsvolle Landschaftsbilder, Gerätschaften aus Haushalt und Landwirtschaft.
 
Eine besondere Ecke ist dem früheren Fürstin-Hedwig-Gymnasium vorbehalten. Hier wird die Geschichte der Schule dargestellt. Urkunden, Publikationen und Bilder belegen die Bedeutung dieser Anstalt.
 
Dies alles stellte Ulrich Schreiber seinen Gästen vor, erläuterte es, um ihnen so unsere verlorene pommersche Heimat nahe zu bringen.
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Seitdem sind viele weitere Ausstellungsstücke hinzugekommen. In Aufrufen in der ‚Pommerschen Zeitung’ und in ‚Mein Neustettiner Land’ wurden die Leser um weitere Exponate gebeten, auch um Chroniken und Pläne der einzelnen Orte. So ist dieses Museum jetzt auch ein Archiv, in dem der Interessierte Auskünfte über fast jeden Ort im Kreis Neustettin erhalten kann. Dies alles kann in hervorragender Weise dazu dienen, dem Besucher ein Bild des deutschen Pommerns zu vermitteln und kann z.B. bei Familienforschungen wesentliche Hilfe bieten.
 
Seit etwa zwei Jahren beherbergen wir etwa 600 Briefe und Postkarten, von uns bezeichnet als Gefangenenpost. Diese wurde ab 1944 von deutschen, gefangenen Soldaten aus vielen Kriegsgebieten an Angehörige in Neustettin oder im Kreis gerichtet und hat ihre Empfänger infolge der Kriegsereignisse – Einnahme Neustettins und des Kreises durch die Rote Armee und das polnische Heer – nicht mehr erreicht. Mit manchmal kriminalistischem Spürsinn haben wir schon einige Briefe und Postkarten Angehörigen zustellen können – nach 60 Jahren Postweg! Viele dieser Briefe warten noch darauf. Sollten Sie daran interessiert sein, fordern Sie bei uns bitte eine Liste dieser Gefangenenpost an.
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Gudrun Wölk
Über einen Besuch freuen wir uns sehr, sei es auch nur zur Orientierung. Wir wissen, wirklich Interessierte kommen wieder und lassen sich dann ausgiebig Zeit. Für viele Urlauber z.B. ist bei einem Ostholstein-Aufenthalt ein Museumsbesuch bei uns in Eutin zur Regel geworden.

Rita Kennel,  meine Mutter Hildegard Wölk, meine Schwester Doris Wölk und ich heißen Sie herzlich willkommen.
 
Gudrun Wölk
Kreispräsident Dr. Berg, Sozialminister Jansen, Bürgermeister Golinski (Szczecinek),  Ulrich Schreiber und Ehrenkreispräsident Prühs
Bürgermeister Grimm, Ulrich Schreiber und Ehrenkreispräsident Prühs
Bilder aus der Kreisstadt Neustettin
Bilder aus Bärwalde
(gestiftet von Heinz Figura)
Exponate aus der alten Heimat