![]() ![]() --NEU-- Version 3.63.03 Letzte Überarbeitung am: 13. Mai 2012 Copyright by Jürgen Klemann 2006-2007-2008-2009-2010 Aus rechtlichen Gründen weisen wir darauf hin, dass das Kopieren von unserer Homepage ohne unsere ausdrückliche schriftliche Genehmigung untersagt ist. NEU -- MNL 2011 Weihnachten NEU -- Filme/Bilder Alt - Neustettin NEU -- Termine 2012 Rheinisches Ratzebuhrertreffen, Groß + Klein Küdde, Grünwalder Treffen, HKA-Sitzung, Pommerntage, Bärwalder Treffen. -- NEU -- 2009 Tempelburg, 2009 Bärwalde, 2009 Wollschlägertour 2009 Hundskopfsee, 2009 Neustettin, 2011 FH-Gymnasium, 2011 Lucknitz 2008 Altenwalde, 2008 Bahrenbusch 2007 Grünewald 2007 Lümzow 2007 Wulflatzke. -- NEU -- 2012 Ratzebuhr 2011 Eutin NEU -- Ansprechpartner -- NEU -- 2011 Priebkow-Buch NEU -- Eulenburg -- NEU -- 2011 Eiserne Hochzeit -- NEU -- 2011 FHS-Aktuelles NEU -- Ansprechpartner in Szczecinek Zeitreise durch die Geschichte der Stadt Neustettin Eine Zeitreise durch die Geschichte der Stadt Neustettin. 1310 ![]() ![]() Herzog Wartislaw IV. von Pommern-Wolgast gründet Burg und Stadt Negen Stetten als Schild gegen![]() ![]() ![]() Polen, Brandenburg und den Deutschen Orden und stattet die Stadt mit „Lübschem Recht“ aus.1348 bis 1352 Die „Schwarze Pest“, die auf dem gesamten Kontinent, so auch in Pommern wütet, rafft ein Drittel![]() ![]() ![]() der Stadt-Bevölkerung dahin.1356 ![]() ![]() Am 26. Juni stiften die Söhne des Stadtgründers, Bogislaw V. und Barnim IV., „zum Seelgerät ihrer![]() ![]() ![]() Eltern“ das Kloster Marienthron. Dort sollen auch später die Frauen beider Greifenherzöge beigesetzt![]() ![]() ![]() worden sein. 1409 ![]() ![]() Am 20. August treffen sich auf dem Schloß im Streitzigsee die Herzöge Swantibor III. von Stettin und![]() ![]() ![]() Bogislaw VIII. von Stolp mit dem Großmeister des Deutschen Ordens, Ulrich v. Jungingen.![]() ![]() ![]() Sie vereinbaren den „Bündnisvertrag von Nuwen Stetyn“ der sie zu gegenseitigem Beistand verpflichtet. 1423 ![]() ![]() „Der große Tag von Neustettin“ am 15. September führt zum Abschluß eines Vertrages über die![]() ![]() ![]() gegenseitige Hilfe im Kriegsfall. Teilnehmer sind Erik I., König der Kalmarer Union, fünf![]() ![]() ![]() Pommernherzöge sowie der Hochmeister Paul von Rußdorf und weitere Vertreter des Ordens.14. - 16. Jahrhundert ![]() ![]() ![]() Besiedlung des Herzoglichen Amtes Neustettin durch die Pommernherzöge und die „Vier Geschlechter![]() ![]() ![]() von Wolde, von Zastrow, von Münchow und von Glasenapp.1534 ![]() ![]() Paulus Klotze, ehemaliger Augustinermönch, ist der erste evangelische Pfarrer an der Nikolaikirche zu![]() ![]() ![]() Neustettin und wird zugleich Fürstlicher Amtsrentmeister.1537 bis 1583 In diesen Jahren verwüsten Brände immer wieder große Teile der Stadt. Am Palmsonntag 1540 bricht in![]() ![]() ![]() dem „Maltzhause“ des katholischen Priesters Johann Smitken Feuer aus. Dabei ist die Stadt![]() ![]() ![]() vollkommen abgebrannt.1576 bis 1579 Mit den Ziegelsteinen der Kirche Maria-Cell des verlassenen Klosters Marienthron wird ein massiver![]() ![]() ![]() Turm für die Nikolaikirche errichtet. Dieser ist neben dem Schloß das älteste steinerne Gebäude der![]() ![]() ![]() Stadt.1584 ![]() ![]() Auf Grundlage der herzoglichen Scheunenverordnung von 1558 werden in diesem Jahr alle Scheunen![]() ![]() ![]() in der Stadt abgerissen. Auf dem Sankt Jürgensberge entsteht eine große Scheunenanlage mit ![]() ![]() ![]() 70 Scheunen in 4 Riegen. 1591 bis 1593 Hexenprozesse gegen Michael Woike sowie weitere Männer und Frauen wegen des „verhexten“![]() ![]() ![]() Bieres und dergleichen mehr. Vierzig „Hexen“ werden verbrannt! 1606 bis 1616 Herzogin Anna, Witwe Bogislaw VII. von Stettin, hat hier ihren Wittumssitz. Der Philippsbau des![]() ![]() ![]() Schlosses wird durch ihren Stiefsohn für sie erbaut.1612 ![]() ![]() Anfang September weilt Dr. Lubinus zu Vermessungen für seine große Pommernkarte in der Stadt.![]() ![]() ![]() Trotz herzoglicher Verfügung erhält er auf dem Schloß wenig Hilfe.1613 ![]() ![]() Nach Abschluß eines Grenzgerichtstags kommt es zu Auseinandersetzungen mit den polnischen![]() ![]() ![]() Teilnehmern, Beginn der in den folgenden Jahrhunderten noch oft wiederkehrenden „Polenlermen“.1618 ![]() ![]() Im Oktober wird Herzog Ulrich neuer Landesherr und vermählt sich anschließend mit Hedwig von![]() ![]() ![]() Braunschweig. Der Umbau des Schlosses beginnt.1622 ![]() ![]() Am 31. Oktober stirbt Ulrich schon im Alter von 34 Jahren.![]() ![]() ![]() Die Ehe mit der Fürstin Hedwig ist kinderlos geblieben.1623 ![]() ![]() Anfang des Jahres übernimmt Fürstin Hedwig Amt und Schloß als Wittumssitz. Sie lebt hier noch![]() ![]() ![]() 28 Jahre und ist allzeit eine fürsorgliche und beliebte Landesmutter.1640 ![]() ![]() Am 15. Oktober, in den Wirren des großen Krieges, stiftet die Fürstin das später nach ihr benannte![]() ![]() ![]() Gymnasium. 1642 ![]() ![]() Bei einem polnischen Überfall hat die Stadt unter Mord und Plünderungen zu leiden. Das Schloß bleibt![]() ![]() ![]() verschont, weil ein Gymnasiast die Sache rechtzeitig meldet. So kann die Brücke noch aufgezogen und![]() ![]() ![]() das Tor verriegelt werden. 1650 ![]() ![]() Tod der Fürstin Hedwig am 26. Juni. Ihre Beisetzung erfolgt erst 4 Jahre später in der Marienkirche zu![]() ![]() ![]() Rügenwalde.1653 ![]() ![]() Am 2. Juli kommen Amt und Stadt Neustettin nach der im 30jährigen Kriege erfolgten schwedischen![]() ![]() ![]() Besetzung durch Erbfolge nun an Brandenburg.1665 ![]() ![]() Am 19. November wird die Huldigung des Kurfürsten Friedrich Wilhelm von Brandenburg durch seinen![]() ![]() ![]() Kanzler Lorenz Christoph von Somnitz entgegen genommen.1679 ![]() ![]() Im Januar hält sich der Große Kurfürst für einige Tage in der Stadt auf. Er befindet sich auf dem![]() ![]() ![]() Winterfeldzug gegen die Schweden und braucht etwas Erholung. 1697 ![]() ![]() In diesem Jahr erhält die Schützengilde der Stadt vom brandenburgischen Kurfürsten Friedrich III.![]() ![]() ![]() eine Fahne als Geschenk. 1700 ![]() ![]() Der Kurfürst zieht im Dezember auf der Reise nach Königsberg auch durch das Neustettiner Land.![]() ![]() ![]() Zweihundert Karossen des Zuges machen in Ratzebuhr Station.1742 ![]() ![]() Die Stadt wird erstmals Garnison. Zwei Kompanien Kürassiere ziehen ein, später kommt noch eine![]() ![]() ![]() Schwadron Husaren hinzu. Sie stehen hier bis zum Siebenjährigen Kriege.1758 bis 1762 Dieser Krieg bringt für die Bevölkerung großes Leid. Russische Truppen besetzen Stadt und Land,![]() ![]() ![]() verlangen Kontributionen und plündern in der Umgebung.1763 ![]() ![]() Eine Eskadron der berühmten Bellinghusaren kommt in Garnison und wird in Privatquartieren![]() ![]() ![]() untergebracht; bei ihr dient Leberecht von Blücher als Premier-Leutnant.1779 ![]() ![]() Die Vilmseesenkung durch Friedrich den Großen beginnt. Sie bewirkt über den Niesedop auch eine![]() ![]() ![]() Absenkung des Streitzigsees. Die Stadt ist keine „Wasserstadt“ mehr. 1786 ![]() ![]() Nach Abschluß der Absenkung erhalten die Hausbesitzer Ackerland und Seewiesen.![]() ![]() ![]() Letztere werden, weil sie so schmal sind, „Ein Hick und ein Swatt“ genannt. 1806 bis 1813 „De Franzosentid“ bringt wieder viel Leid für die Menschen. Die polnischen Nachbarn nutzen die![]() ![]() ![]() Gelegenheit zu Überfällen und Plünderungen.1809 ![]() ![]() Vom 17. zum 18. Dezember übernachtet die königliche Familie hier auf dem Wege nach Berlin.![]() ![]() ![]() Die Königin Luise gibt für die Armen der Stadt 60 Friedrichsdor. 1812 ![]() ![]() Auf dem Rückzug aus Rußland bringen Hunger und Kälte vielen Franzosen den Tod. ![]() ![]() ![]() Hundertneunzehn Soldaten werden hier auf dem Sankt Jürgensberg in Massengräbern beigesetzt.1813 ![]() ![]() Im Januar beginnt General von Bülow mit der Mobilisierung seiner Truppen zum Freiheitskampf gegen![]() ![]() ![]() die Franzosen. Es sind auch Infanteristen und Kavalleristen aus Neustettin und der Umgebung dabei. 1823 ![]() ![]() Die Belling-Husaren kehren nach dem Krieg wieder in die Garnison zurück. Später werden sie nach![]() ![]() ![]() Stolp verlegt, weil es hier keine geschlossene Reitbahn gibt.1853 ![]() ![]() Am 13. Oktober wird nach nur zweijähriger Bauzeit das neue Rathaus durch Superintendent Lehmann![]() ![]() ![]() eingeweiht. Am Turm befindet sich ein vergoldetes Stadtwappen.1845 bis 1870 Neustettin ist noch einmal für kurze Zeit Garnisons-Standort. Das 3. Bataillon des 8. Pommerschen![]() ![]() ![]() Infanterie-Regiments Nr. 61 ist hier stationiert.1847 ![]() ![]() Am 18. Dezember sind auf dem Sankt Jürgensberg 85 volle Scheunen abgebrannt. Die Stadt bleibt![]() ![]() ![]() „Brandnest“. Im Jahre 1882 wird die erste freiwillige Feuerwehr mit 50 Mitgliedern gegründet.1866 bis 1881 Im Landwehrzeughaus befindet sich jetzt eine archäologische Sammlung des![]() ![]() ![]() Majors F.W. von Kasiski, die später in ein Berliner Museum kommt. Es handelt sich um![]() ![]() ![]() Ausgrabungs-Funde aus der Umgebung der Stadt. 1867 ![]() ![]() Der Verschönerungsverein des Kreisgerichtsdirektors Stellter beginnt mit der Bepflanzung des![]() ![]() ![]() Seeufers. Schmiedecke, Bennewitz und andere setzen das Werk fort. Durch diese Anlagen wird die![]() ![]() ![]() Stadt später zur „Perle Hinterpommerns“.1875 ![]() ![]() Am 1. Juli erscheint die erste Ausgabe der „Norddeutschen Presse“. Seit 1872 ist die Druckerei im![]() ![]() ![]() Besitz der Familie Hertzberg.1878 ![]() ![]() Neustettin wird an das Eisenbahnnetz angeschlossen. Da sind zuerst die Strecken nach Ruhnow,![]() ![]() ![]() Konitz, Stolp und Belgard. 1879 kommt dann die Verbindung nach Schneidemühl hinzu.![]() ![]() ![]() Der Bahnhof liegt noch weit außerhalb der Stadt.1881 ![]() ![]() Am 18. Februar geht der Ruf: „Feuer, Feuer, die Synagoge brennt!“ durch die Stadt.![]() ![]() ![]() Dem Brand folgt im Oktober 1883 ein Aufsehen erregender Prozeß. 1898 ![]() ![]() Am 2.September, dem Sedantag, wird vor dem Rathaus das Denkmal für Kaiser Wilhelm I.![]() ![]() ![]() aus Anlaß seines 100. Geburtstages bei einer großen Feierlichkeit enthüllt. 1905 bis 1908 Bau der neuen Nikolaikirche. Grundsteinlegung am 23. Juni 1905, feierliche Weihe am 28. Februar 1808![]() ![]() ![]() durch Generalsuperintendent Büchsel.1910 ![]() ![]() Vom 26. bis 29. Juni wird die 600-Jahrfeier begangen. Zum Auftakt findet ein Pommerscher Städtetag![]() ![]() ![]() statt. Die Schützengilde erhält eine vom Kaiser gestiftete neue Fahne. Ein glanzvoller Festumzug ist![]() ![]() ![]() Höhepunkt der Feierlichkeiten.1911 ![]() ![]() Am 1. April wird der Bismarckturm feierlich eingeweiht; ein Jahr zuvor ist auf dem Burgwerder der![]() ![]() ![]() Grundstein gelegt worden. 1912 ![]() ![]() Neustettin soll wieder Garnisonsstadt werden. An der Straße nach Streitzig wird die zukünftige![]() ![]() ![]() Infanterie-Kaserne gebaut. 1913 ![]() ![]() Nach Ostern bezieht das Fürstin-Hedwig-Gymnasium sein neues Schulgebäude am Streitzigsee.![]() ![]() ![]() Über dem Eingang in Latein: „JUVENTUTI SACRUM“ - Der Jugend gewidmet!1921 ![]() ![]() Eine Notgeldserie wird am 15. November vom Magistrat in Umlauf gebracht.![]() ![]() ![]() Die Scheine zu 25, 50 und 75 PF zeigen Bilder der Stadt und vom Hexenprozeß im 16. Jahrhundert.1927 ![]() ![]() Am 18. Oktober wird nach zweijähriger Bauzeit mit der Schlüsselübergabe an Rektor Krüger die![]() ![]() ![]() Pestalozzischule eröffnet1935 ![]() ![]() Im März, nach der wiedererlangten Wehrhoheit, wird an der Soltnitzer Chaussee die Artilleriekaserne![]() ![]() ![]() gebaut, es entstehen der Pommernwall und der Truppenübungsplatz Groß Born.1936 bis 1939 Jeweils am Faschingsdienstag gibt es einen großen Umzug und anschließend Tanzvergnügen in allen![]() ![]() ![]() Sälen. „Neustettin ist eine Stadt, die einen eignen Fasching hat!“. So heißt es in einem Lied zu diesen![]() ![]() ![]() Veranstaltungen.1938 ![]() ![]() In der Nacht des 8. November brennen, wie überall in Deutschland, auch in Neustettin und Tempelburg![]() ![]() ![]() die Synagogen, jüdische Läden werden zerstört. 1944 ![]() ![]() Im August werden in aller Eile Schanzarbeiten zum Ausbau des Pommernwalles begonnen, die![]() ![]() ![]() „Ostwallschipper“ sind auch im Gymnasium untergebracht. An einen geregelten Unterricht ist nach![]() ![]() ![]() ihrem Abzug nicht mehr zu denken.1945 ![]() ![]() Am 27. Februar beginnen die Kämpfe am Bahnhof und am nächsten Tag besetzt die Rote Armee![]() ![]() ![]() kampflos die gesamte Stadt. „Das war das Ende von unserem Neustettin!“![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() Hans Rieck -- Neustettin-Wolgast![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() 2006 |